Gemäss Auskunft der kantonalen SVP befinden sich die Tonbandanrufe in einer Testphase. Bei vielen negativen Reaktionen würde der Versuch abgebrochen; andernfalls will die Partei die Tonbandanrufe im Wahljahr 2007 anwenden. Die Methode der «Telefoninformation» könne künftig dort eingesetzt werden, «wo Medien die Botschaften der SVP boykottieren, in die Spalten am linken Seitenrand verdrängen oder verkommentiert publizieren», schreibt die Volkspartei in ihrer heutigen Mitteilung. Die SVP beabsichtigt, in die neue Methode zu investieren, um bei Abstimmungs- oder Wahlkämpfen kein Geld «für Inseratekampagnen in SVP-kritischen Medien verlochen zu müssen».
Wenn man die Verschwörungstheorien mal beiseite lässt, ist an dieser Mitteilung vor allem das interessant, was nicht thematisiert wird: Das Internet als Wahlplattform. Offenbar glaubt die SVP nicht an das Potential des Internets und will sich stattdessen auf Direktmarketing mit relativ traditionellen Kommunikationsmethoden konzentrieren. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich zeigen.